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| Anekdoten | Anekdoten der Grafen von Seeau | |||
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Anekdoten Wasserbaugenie Die Intrige Erzbischofs Enkelin Kindesentführung Deportation Misswirtschaft Landesverweis Wut der Kaiserin Mozart-Förderer Otto der Letzte |
Die uralten Geschichten um die Grafen von Seeau werden auf dieser Site weitergegeben - sicher nicht vollständig, aber trotzdem lesenswert. Wer den Episoden folgt, erhält jede Menge Detailinformationen über die Lebensumstände, die Erfolgserlebnisse, Fehlschläge und wird mit den Gefahren und Problemen des Adels in den vergangenen Jahrhunderten vertraut. Tradition ihrer selbst willen gepflegt, das ist etwas für Museen, Bibliotheken und Archive. Tradition dargestellt für die Bedürfnisse der Zukunft führt zu neuen Einsichten und Erkenntnissen. Daher werden diese Geschichten auch laufend erweitert und dem jeweils neuesten Kenntnisstand angepasst. |
Anekdoten der Grafen von Seeau |
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Kindesentführung |
Zweifelsohne gibt es jede Menge Geschichten und Anekdoten über die Grafen von Seeau zu berichten. Sie handeln von den Problemen des Wasserbaus, Intrigen, einer Enkelin des Fürsterzbischofs, einer Kindesentführung, der Deportation von Glaubensabweichlern, einer aufgedeckten Misswirtschaft, dem Landesverweis, der Wut der Kaiserin, von Förderern Wolfgang Amadeus Mozarts und die Geschichte von Otto dem Letzten Grafen von Seeau. | |||
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An dieser Stelle sind einige der Anekdoten über die Grafen von Seeau aufgeschrieben. Die alten Schriften liefern viele Histörchen der Grafen von Seeau, die in den bejahrten Texten teilweise sehr plastisch und lebhaft überliefert sind. Diese Anekdoten beruhen auf umfangreichen geschichtlichen Quellen. |
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| 1670 | Eine Kindesentführung | |||
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| Wenig später greift der kaiserliche Landrichter zu Linz ein und holt höchstpersönlich das entführte Kind mit seinem Schlitten von Schloss Puchberg und bringt es nach Linz. | ||||
| Ausgangslage |
Elias von Seeau heiratet in zweiter Ehe am 14. Mai 1657 Maria Elisabeth Freiin Prank zu Püx, Tochter des "Herrn-Standts-Verordneten" Johann Friedrich Freiherr von Pranckh zu Pux zu Poppendorf, Rheintal und Fronsperg und der Anna Susanna Freiin von Logau und Altendorf auf der Herrschaft Giessmannsdorf. Die feierliche Trauungszeremonie auf Schloss Eggenberg bei Graz zelebriert Pater Albertus von Pranckh zu Pux vor, der Bruder der Braut.
Johann Friedrich wird 1659 geboren. Er ist das vorerst einzige überlebende von drei Kindern aus zweiter Ehe. Elias von Seeau kauft 1664 von dem kaiserlichen Forstmeister Christoph Staindl das Schloss Litzlberg im Attersee. Johann Ehrenreich wird am 15.6.1666 als viertes Kind der zweiten Ehe geboren. Er ist der jüngste Sohn des Elias Seeau von Mühlleuthen auf Würting mit Moos am Grünbach unweit Offenhausen im Hausruckviertel und Litzlberg im Attersee. Zum Unglück des gerade vierjährigen Johann Ehrenreich und seines elfjährigen Bruders Johann Friedrich stirbt 1670 Elias von Seeau am 19. Februar an seinem dritten Schlaganfall auf seinem Schloss Würting. Wenige Monate vor dem Vater war bereits die Mutter Maria Elisabeth Freiin von Prankh verstorben. 1670 kommt es um die Vormundschaft über die minderjährigen Söhne des Elias Seeau von Mühlleuten (und wohl über das enorme Vermögen) zu ernsten Streitigkeiten. Die beiden minderjährigen Buben Johann Friedrich und Johann Ehrenreich geraten für kurze Zeit unter die Vormundschaft von Abt Placidus von Lambach und Georg Constantin Grundemann von Falkenberg. Falkenberg ist mit der Tante von Elias’ erster Ehefrau Susanna Magdalena von Altenau verheiratet, also mit den beiden Buben nicht blutsverwandt. Gegen diese Vormundschaft setzen sich Johann Philibert und Johann Achaz von Seeau zur Wehr, die beiden Brüder gehören der ebenzweierschen Linie der Grafen von Seeau an und sind Großonkel der beiden Buben. |
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| Die Entführung |
Als die vom Gericht bestellten Vormünder Johann Ehrenreich in einer Kutsche nach Wels schicken, lässt Johann Philibert von Seeau den Vierjährigen kurzerhand durch seinen Pfleger Mathias Pollackh mit zwei Dutzend bewaffnete Männer abfangen und auf sein Schloss Puchberg bringen. Der kaiserliche Landrichter zu Linz greift nun direkt ein und holt das entführte Kind höchstpersönlich mit einem Schlitten von Puchberg ab. In der Folge wird der Bub dem ehrenwerten Dr. Bernhard Massella zur Erziehung übergeben. Johann Ehrenreich will aber zu seinem Onkel Johann Philibert von Seeau zurück und wird in der Folge in dessen Auftrag von dem Weltpriester Johann Hutter unterrichtet. Später wird Johann Ehrenreich zum Studium zu den Jesuiten nach Linz geschickt. Die Erbschaft nach Elias von Seeau muss enorm gewesen sein und umfasst neben seinen zahlreichen Gütern das Wasserschloss Würting und das Schloss Litzlberg im Attersee. Weiters kann 1675 die Vormundschaft aus dem Erbe für Friedrich und Ehrenreich die Herrschaft Piberstein und 1677 die Herrschaft Helfenberg im Mühlviertel erwerben. Ehrenreichs Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Ehrenreich (†1708) |
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Johann Ehrenreich beschreibt in seinen "Wahrhaft Memoire" den Tod seiner Eltern in den Jahren 1669 und 1670: "Obgedachte Frau Maria Elisabeth von Seeau gebohrne Freyin von Pranckh eine Dame sondbahrer Tugend, und Frombkheit ist nach ausgestand langwähriger Khrankheit an der Dörsücht bey völlig Verstand, da sye ein halbe Stund vorhero noch im Zimer herumbgegang, nachmahls sich geleget, und ganz ohnverhoft, das [...] leicht begehrt den 22. Octobris 1669 im acht und dreyßigsten ihres Alters zo gedacht Württing Todts verblich. D(ann) mein lieber Vatter bald hernach, nemblich den 19. Februar 1670 in den Faschingtag vom Schlag zum dritt Mahl berührt in des andr Welt nachgefolget ist." Sein weiterer Lebensweg in den Annalen der Linie Helfenberg... 1684 macht er als 18-Jähriger eine ausgedehnte Bildungsreise durch Salzburg, Tirol, Italien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Holland nach England. Er führt darüber ein aufschlussreiches Tagebuch mit 90 Seiten. 1699 beginnt er mit der Reinschrift der Memoiren seiner Familiengeschichte. |
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| 1707 | Korruption auf dem Salzberg | |||
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| Die Hauptvisitationskommission unter dem
Hofkammerpräsidenten Josef Graf von Starhemberg stellt 1707 bei der
Verwaltung des Salzbergs in Hallstatt Verlotterung und Korruption fest.
Die Meister am Salzberg bereichern sich, indem sie der Hofkammer blinde Schichten verrechnen, das heißt Arbeitsleistungen in Rechnung stellen, die gar nicht stattgefunden hatten und legten auch sonst falsche Rechnungen. Außerdem setzten sie ärarische Arbeitskräfte vielfach für eigene Zwecke ein. Diese Betrügereien wurde jahrelang von der Leitung des Salzbergs gedeckt. Als die Hauptschuldigen stellten sich der Oberbergmeister Georg Stieger und der Hofschreiber Christoph von Seeau heraus. Statt der zuerst geforderten Todesstrafe gegen den Oberbergmeister empfehlen die Richter schließlich Freisprüche für beide Beschuldigte - unter der Bedingung von hohen Geldleistungen durch Stieger und von Seeau. Außerdem mussten die Kosten für die Richter übernommen werden. |
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| 1734 | Die Deportation | |||
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| Es geht bei diesem Bericht um den Salzamtmann Ferdinand
Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten auf Ebenzweier. Er wird 19.10.1694 in
Gmunden geboren, als Sohn des Johann Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten,
kaiserlicher Salzamtmann und der Maria Cäcilia Gräfin von Wildenstein,
Tochter des Franz Christoph Graf von Wildenstein.
Ehrenreichs Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Johann Friedrich (†1729) à XII. Ferdinand Friedrich (†1768) Ferdinand Friedrich übernimmt 1. April 1730 als Sohn des im Jahr zuvor verstorbenen Salzamtmannes Johann Friedrich Graf von Seeau die Leitung des Salzamtes. Er führt das Amt im Sinne seines Vaters weiter. Ferdinand Friedrich ist begabt und fähig, einen so stark gegliederten Verwaltungskörper zu leiten, doch ist er nicht so vermögend wie es sein Vater gewesen war. Das ansehnliche Vermögen des Johann Friedrich Graf von Seeau wurde auf dessen Kinder aufgeteilt, außerdem musste sich Ferdinand Friedrich dazu verpflichten, seinem älteren Halbbruder eine Altersrente von 400 Gulden zu zahlen, wofür ihm 1736 vom Kaiser das Gehalt um 200 Gulden aufgebessert wurde. Ferdinand Friedrich heiratet am 6. 7.1739 in Gmunden Maria Rosa Gräfin von Tige, Tochter des Johann Carl Graf von Tige und der Maria Anna Eleonora Gräfin Seeau von Mühlleuten, Tochter des Johann Friedrich Grafen Seeau von Mühlleuten. Seine Schwiegermutter ist eine Verwandte aus der Linie Helfenberg. |
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| Ferdinand Friedrich ist streng katholisch und
trotzdem gibt es laufend Konflikte mit dem Ob-der-Ennschen Landeshauptmann
und mit der diesem unterstehenden "Religions-Reformationskommission“. Die
Kommission ermahnt den Salzamtmann immer wieder, mehr auf die "gefährliche
religiöse Bewegung“ im Salzkammergut zu achten, gemeint ist der sich
ausbreitende evangelische Glaube. Der Graf von Seeau verbietet sich
jedoch jede Einmischung und wird daraufhin 1733 von Wien in einem scharfen
Schreiben zurechtgewiesen:
"Du hast auch mit großer Unvorsichtigkeit gehandelt, dass Du den in großer
Menge versammelten, zum Abfall ohnedem geneigten Untertanen und
Salzarbeitern wegen des ihnen erlaubenden Abzuges die öffentliche
Vertröstung und mithin die Anleitung hiezu selbst gegeben hast. Also wir Dir
anbefehlen, dass Du in dieser wichtigen Religionssache eine mehrere Vigilanz
und Behutsamkeit gebrauchen und dem Präsidio mit aller parition und respect
zugetan sein solltest.“ Der Landeshauptmann von Oberösterreich, Graf Thürheim, beschuldigt im Juli 1733 den Salzamtmann Ferdinand Friedrich Graf von Seeau, dass er lässig im Religionswesen sei. Ferdinand Friedrich bleibt nichts anderes übrig und er entschließt sich nun scharf gegen die Lutheraner durchzugreifen. Daraufhin erscheint der Salzamtmann Graf Seeau mit 2 Kapuzinerpatern und mit Offizieren in "Hallstatt bey dem Salzberg" und vernimmt die "gantze Bergmeisterschaft" und alle Bergarbeiter ob sie gut katholisch seinen und "nicht also heucheln, aussen Gatholisch stellen, aber inwendig im Hertzen lutherisch" seien. Wenn sie "nicht von Grund ihres Herzens Catholisch seyn mögen", so wolle er sie nicht weiter im Salzkammergut dulden. Er wolle unter den Salzarbeitern nur eifrige Katholiken haben. Weiter befiehlt Graf Seeau, es solle jeder lutherisch Gesinnte zu "seiner Obrigkeit gehen, allwo er ansässig ist, man wird ihm gewisslich freyen Pass geben, dass er hinwegreisen, wo er hin wolle..." Etwa 270 lutherische Familienväter kommen der Aufforderung des Grafen Seeau nach, bekennen sich zum lutherischen Glauben und bitten beim Pfarrer Pfleger von Wildenstein um Ausreisepässe. Trotzdem wird ihnen verboten auszureisen. Einige werden nach Linz geführt und dort "ins Gefängniss gelegt", weil sie von ihrem Glauben nicht abstehen wollen. Man hatte sich bemüht sie von "Lutheri Lehr und Augspurgischen Confession zugethanenen Evangelischen Glauben abwendig zu machen." |
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Die evangelischen Stände (Corpus Evangelicorum) verfassen in Regensburg ein "Intercessions-Schreiben" an den Kaiser, in dem sie sich für die Belange der Evangelischen aus Oberösterreich und Kärnten einsetzen. Es wird gebeten der Kaiser möge den Evangelischen den Abzug gestatten und ihnen dabei die Kinder und die "Habseligkeiten" mitzunehmen erlauben. Dieses Schreiben ist nicht ohne Wirkung geblieben, da tatsächlich die unter Karl VI. aus dem Salzkammergut nach Siebenbürgen Deportierten ihre unmündigen Kinder und einige Habseligkeiten mitnehmen durften. 1734 beschließt man in Wien, die Protestanten samt ihren Familien aus dem Salzkammergut nach Siebenbürgen zu schaffen. Die Transmigranten haben der Umsicht des Salzamtmannes zu verdanken, dass sie nicht als Bettler nach Siebenbürgen geschickt werden. Dem Grafen Seeau von Mühlleuten gelingt es nämlich, vom Salzoberamt einen Vorschuss von 13.000 Gulden zu bekommen. Daraufhin werden die Höfe der Auswanderer geschätzt und sie erhalten einen Vorschuss auf den späteren Verkauf ihrer Anwesen ausbezahlt. |
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| 1741 | Die Misswirtschaft | |||
![]() Es geht bei diesem Bericht wiederum um den Salzamtmann Ferdinand Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten, Freiherr auf Würting und Litzlberg. |
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Die kritische Finanzlage Österreichs, zu der es durch die Türkenkriege und die Verwicklungen mit Frankreich gekommen war, veranlasst die Hofkammer immer wieder, eine gründliche Überprüfung des Salzwesens zum Zwecke einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit anzuordnen. Die Aufseher sind nachlässig, der Verlust an Schiffen und Salz steigt ständig, selbst die Verpackung des Salzes lässt zu wünschen übrig, sodass das Dörren und Nachfüllen immer teurer wird. Die Holzmeister fälschen die Lohnlisten der Holzarbeiter, aus welchen der Kaufpreis errechnet wird, teilweise sogar mit Wissen der amtlichen Übernahmsorgane. Die daraufhin eingesetzte Hauptvisitationskommission unter der Leitung von Hofkammerrat Gundemar Josef Graf Starhemberg und dem Buchhaltereirat Schickmayr ist beauftragt sowohl das oberösterreichische als auch das steirische Salzwesen genauestens zu durchleuchten. Die Kommission geht äußerst gründlich vor und findet in allen Verwaltungszweigen erschreckende Unordnung und grobe Missbräuche vor. Im Bericht der Kommission von 1707 wird ausgeführt: "Besonders in Hallstatt, über das man schon so manches Üble erfahren hatte, übertraf das Aufgedeckte die schlimmsten Befürchtungen. Man traf die Verwaltung des Salzberges im Zustand der ärgsten Verlotterung und Korruption an. Die Meister bereicherten sich durch Einstellung blinder Schichten, Ausnützung ärarischer Arbeitskräfte für eigene Zwecke, Legung falscher Rechnungen und groß angelegter Unterschlagungen von Materialien. ... Zudem wurden sie bei all den betrügerischen Handlungen vom Hofschreiber [Verwalter] gedeckt.“ Die Misswirtschaft in den Betrieben, die schon zu Lebzeiten seines Vaters bestanden hatte, breitet sich unter Ferdinand Friedrich weiter aus. 1730 hatte er nach dem Tode seines Vaters das Amt übernommen und führt es im Sinne seines Vaters weiter. Der weit verzweige Wirtschaftsbetrieb ist schwierig zu führen und Ferdinand Friedrich scheitert trotz seiner großen Fähigkeiten. Ferdinand Friedrichs Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Johann Friedrich (†1729) à XII. Ferdinand Friedrich (†1768) 1740 stirbt der Kaiser Karl VI. und "Kaiserin" Maria Theresia tritt die Regierung als Königin von Österreich und Ungarn an. Sie beginnt sofort mit einer Verwaltungsreform und Ferdinand Friedrich Graf von Seeau spürt das auch bald. Als 1741 die Rechnungsabschlüsse der drei Verweserämter Ebensee, Ischl und Hallstatt bei der Hofkammer eingereicht werden, stellt man fest, dass die Holzeinkäufe in den letzten 14 Jahren um 146.252 Gulden mehr gekostet haben als im gleichem Zeitraum davor. Auch diesmal entdeckt die Hofbuchhaltung die falsche Abrechnung, doch auch diesmal ist es zu spät. Man entdeckt, dass das Salzamt im April 1741 eine Liste der in Ungarn verwendeten und dort verstorbenen Kammergutsarbeiter erhalten hat und trotzdem das Einnehmeramt noch im Juni des folgenden Jahres die vollen Löhne an die inzwischen verwitweten Frauen und verwaisten Kinder bzw. an die Erben der Verstorbenen auszahlte. Der Schaden beträgt 1929 Gulden und die Rückerstattung ist nicht mehr möglich. Mit zunehmender Besorgnis beobachtet man in der Hofkammer in Wien die Vorkommnisse im Kammergut. |
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| 1741 | Der Landesverweis | |||
![]() Dieser Bericht ist eine weitere Fortsetzung der Misserfolgs- und Pechsträne des Salzamtmanns Ferdinand Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten, Freiherr auf Würting und Litzlberg. |
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1741 bricht der österreichische Erbfolgekrieg aus, in dessen Folge schließlich die bayrischen Truppen in Oberösterreich einrücken und das Salzkammergut bedrohen. Die Gefahr wird von den dafür zuständigen Behörden rechtzeitig erkannt und sofort alles angeordnet, was zum Schutz des habsburgischen Kammergutes nötig ist. Alles nicht ansässige Volk wird aus dem Salzkammergut ausgewiesen, es wird bei Strafe verboten, dort Flüchtlingen die Niederlassung zu ermöglichen. Pfleger und Marktrichter werden dazu angehalten, nicht ansässige Personen zu erfassen und das Einschleichen fremden Volkes zu verhindern. Das Salzkammergut wird nun so rasch wie möglich in den Verteidigungszustand versetzt. Hierzu werden sechs Kanonen aus dem Steirischen über den Pötschen herbeigeschafft. Der Hofschreiber zu Hallstatt erhält am 12. September 1741 den Befehl, sämtliche Arbeiten am Salzberg einzustellen. Das bereits geförderte Salz wird aus dem Kammergut nach Böhmen und Niederösterreich gebracht. Ebenso bringt man die wichtigsten Akten über die Grenze in Sicherheit. Der Einfall der mit den Franzosen verbündeten Bayern trifft das wenig gerüstete Salzkammergut trotzdem heftig. Der Hofkriegsrat hatte eine 240 Mann starke Kompanie kriegstauglicher Invaliden nach Gmunden verlegt, um die Verteidigungsmaßnahmen zu leiten und um die Bevölkerung mit Gewehren zu versehen, doch besteht wenig Hoffnung, mit diesen Mitteln das Salzkammergut gegen bayrische Streitmächte auch wirklich halten zu können. Der Hallstättersee wird mit einem dreifachen Holzbogen vom Gosaumühlspitz bis zum jenseitigen Ufer abgesperrt und eine Wachhütte mit Schießscharten errichtet. In Hallstatt sind 30 Büchsen und sechs Flinten vorhanden, außerdem stellt der Hofschreiber Josef Adalbert Anton Springer von Lerchenreit siebzehn ihm gehörige "Böller“ und sechs "Doppelhääger auf Laveten“ zur Verfügung. In Ischl finden sich 25 Flinten und in Ebensee 12 Büchsen und sechs stark verrostete Böller. Am 13. September 1741 marschiert der bayrische Oberstleutnant Gravisi mit 500 Mann in Gmunden ein. Am 16. September hört der Amtseingang aus Wien auf. Am 20. September begibt sich der Salzamtmann zum Marktrichter von Ischl, Johann Georg Rechler, wo die Oberbeamten des Salzamtes und die Gemeindevorsteher zur Beratung zusammentreffen. Ferdinand Friedrich denkt wohl ebenso wenig wie alle anderen daran, ernsthaft Widerstand zu leisten. Insbesondere die Ischler Ratsbürger drängen auf eine sofortige Übergabe. |
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Am 22. September beschließen die Gemeinden Hallstatt, Lauffen und Ischl, nichts gegen den Feind zu unternehmen, nur die Ebenseer sind zu Widerstand bereit, alleingelassen lassen sie aber davon ab. Ferdinand Friedrich erreicht eine nachdrückliche Ermahnung seines Halbbruders, Josef Simon Friedrich Graf von Seeau, dass er das Salzkammergut kampflos übergeben sollte. Josef Simon Friedrich lebt und wirkt in München und war zum kurbayerischen Hofkammerrat aufgestiegen. Einige Tage später richtet auch sein junger Vetter Josef Anton Graf von Seeau, eine ähnliche, noch schärfere Aufforderung an ihn. Dieser Vetter steht ebenfalls seit Jahren in kurbayerischen Diensten in München. Unter dem Druck dieser Ereignisse kehrt Ferdinand Friedrich nach Gmunden zurück und legt gemeinsam mit den anderen Beamten des Salzamtes ein Treuegelöbnis auf den Bayerischen Kurfürsten ab, welches ihnen vom bayrischen Kommissär Baron Bergheim beglaubigt wird. Das Salzkammergut ist dadurch kurbayrisch geworden. Aber die bayerische Herrschaft währt nicht lange, denn schon im Dezember 1741 dringen die österreichischen Heere siegreich gegen Oberösterreich vor und so sehen sich die Bayern gezwungen, am 31. Dezember 1741 Gmunden nach 110-tägiger Besatzung zu räumen. Seit Anfang 1742 ist das Salzkammergut wieder fest in habsburgischen Händen. Maria Theresia entlässt darauf den Grafen Seeau von Mühlleuten als Salzamtmann und setzt am 30. Jänner 1742 den Ausseer Amtsgegenhandler Herrisch als Administrator mit den Rechten eines Salzamtmannes ein. Sofort beginnen nun die Untersuchungen gegen Ferdinand Friedrich, dem man gemeinsam mit seinen Verwandten bei Hof die Hauptschuld für die widerstandslose Übergabe des Salzkammerguts an Bayern gibt. Graf Ferdinand Friedrich Seeau von Mühlleuten wird nach Abbüßung einer kurzen Haftstrafe zu Verbannung verurteilt und muss daraufhin Österreich verlassen. |
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Die Rückkehr nach Österreich wird ihm erst wieder 1745 erlaubt, nach dem Friedensschluss zwischen Österreich und Bayern. 1746 wird ihm dann noch das restliche noch nicht ausbezahlte Gehalt bis zum Tag seiner Entlassung ausbezahlt. Am 5. April 1753 wird Siegmund Christoph Graf von Schrattenbach zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er ist ein entfernter Vetter von Ferdinand Friedrich, der daraufhin nach Salzburg übersiedelt. Dort wird Ferdinand Friedrich zum "hochfürstlichen geheimen Rat“ und "Hofmarschall“ des Fürsterzbischofs ernannt. Ferdinand Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten stirbt am 4. Juni 1768. Er hinterlässt ein bewegendes Testament, in dem er seine Kinder zu "friedfertiger Betragung“ auffordert und die älteren Söhne bittet, dem Jüngsten eine standesgemäße Ausbildung zu ermöglichen. Sen Testament beginnt mit den Worten: "Nachdeme ich Ferdinand des k. k. R. Graf von Seeau, Sr. Hochfürstlich. Gnaden Erzbischoffen zu salzburg würklich geheimer rath, und Hofmarschall von Gott den allmächtigen durch eine gefährliche Krankheit heimgesuchet worden, und andurch die Vergänglichkeit des menschlichen Leben reichlich überleget, das sogewiß der Todt - so ungewiß hinentgegen desselben Stund seye...“ Maria Rosa Gräfin von Tige, die Ehefrau von Ferdinand Friedrich, war bereits am 30. Dezember 1763 Salzburg verstorben. Die Grabstätte der beiden ist St. Sebastian in Salzburg. [Ich kann vor Ort aber keinen Hinweis darauf finden.]. Mit Ferdinand Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten finden die Grafen von Seeau einen unrühmlichen Abgang im Salzkammergut und müssen dort ihre Besitzungen aufgeben. Die Familie führt in Österreich nun die Linie zu Helfenberg an. |
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| 1741 | Die Wut der Kaiserin | |||
![]() Hier geht es um die Untreue des Josef Anton Graf Seeau von Mühlleuten gegen die Königin Maria Theresia, er sorgt für die kampflose Übergabe des Salzkammerguts an die Bayern und wird deshalb verbannt. In seinem Exil in München tut er sich als Förderer Mozarts her. |
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1740 stirbt Kaiser Karl VI. und seine Tochter Maria Theresia tritt die Erbfolge als Königin der österreichischen Erbländer an. Der bayerische Kurfürst Karl Albrecht erkennt die Pragmatische Sanktion des Kaisers Karl VI. für seine österreichischen Erbländer nicht an. Dieses Dokument verfügt die Unteilbarkeit und weibliche Erbfolge bei Aussterben der Habsburger im Mannesstamm. 1741 Kurfürst Karl Albrecht beginnt seine vermeintlichen Erbansprüche mit Waffengewalt durchzusetzen. Im September rückt er mit französischer Hilfe im Land ob der Enns ein und besetzt Linz. Josef Anton eilt von Gmunden nach Linz, wo ihn der Kurfürst huldvoll aufnimmt und zu seiner Hoftafel lädt. Schließlich war der Vater Josef Antons 18 Jahre im Dienst des Bischofs von Augsburg, einem Wittelsbacher und die Mutter stammt aus München. Auch andere Grafen von Seeau waren bereits zu Kämmerern der Wittelsbacher aufgestiegen. Vor dem Treffen mit dem Kurfürsten hatte er die bayerischen Kommissare nach Gmunden begleitet und mitgeholfen, den letzten bei Maria Theresia verbliebenen Landesteil den Bayern und Franzosen kampflos in die Hände zu spielen. Josef Anton beschwört seinen Vetter Graf Ferdinand Friedrich von Seeau, Salzamtmann zu Gmunden das Salzkammergut dem Bayerischen Kurfürsten zu übergeben, was dieser dem Drucke der Realität gehorchend auch durchführt, nachdem die Bayern das Salkammergut besetzt halten. Josef Anton überbringt die Kapitulationsurkunden persönlich dem Kurfürsten nach Linz. Joseph Antons Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Wolf (†1592) à VIII. Thomas II. (†1643) à IX. Johann Philibert (†1694) à X. Anton Nikolaus (†1743) à XI. Josef Anton (†1799) 1742 als im Jänner die Landeshauptstadt Linz durch Kapitulation wieder in die Hände der Habsburger kommt, werden all jene streng bestraft, die die an der Möglichkeit des Sieges Österreichs gezweifelt hatten. Maria Theresia ist dem "jungen" Grafen Joseph Anton von Seeau besonders erbittert, "welcher nicht allein wider Eyd und Pflicht gehandelt, sondern auch wieder E.M. Person zu schmählen und vor dem Publico zu verkleinern und odios zu machen sich nicht gescheut hatte." Josef Anton wird zur Verhaftung ausgeschrieben, flüchtet und wird schließlich gefasst und in Linz in Arrest genommen. Josef Anton wird verurteilt, seiner Besitzungen verlustig erklärt, Puchberg, Ebenzweyer und Hiltprechting, welche Güter er von dem Vater bereits übernommen hatte, werden konfisziert, er selbst aus der ständischen Matrikel gestrichen, er soll auf Lebensdauer nach Temesvár verbannt werden. 1742 werden alle kompromittierten Adeligen rehabilitiert. Ausgenommen sind neben dem als Hauptschuldigen erkannten Josef Anton Graf von Seeau, der abgesetzte Salzamtmann Ferdinand Friedrich, seine Brüder Joseph Friedrich und Joseph Ferdinand Grafen von Seeau und zwei weitere Adelige. Josef Anton Graf von Seeau wird nach Temesvár geführt und sein Besitz beschlagnahmt und auf den Wert von 313.911 fl. geschätzt. Der Vater und die Gattin Anna, geborene Gräfin von Gatterburg, bitten bei Maria Theresia um Gnade und um Nachsicht für Josef Anton. 1745 Josef Anton wird begnadigt und eine allerhöchste Resolution vom 26. Mai schließt ihn ihn in die allgemeine Amnestie ein als zu Füssen am 22. April Maria Theresia mit Maximilian Josef von Bayern Frieden schließt. Josef Anton wird aus seiner Haft in Temesvár entlassen. Ein Aufenthalt in den Erblanden hingegen wird ihm verboten. Er wandert mit seiner Gattin nach München aus. In den Besitz seiner Landgüter ist er nicht wieder gekommen, da diese wegen Überschuldung unter gerichtliche Verwaltung gestellt und erst 1767 verkauft werden können. Auch Joseph Friedrich wird per Gnadenakt aus der Haft entlassen und Ferdinand Friedrich wieder in sein Amt als Salzamtmann eingesetzt. |
![]() Die junge Kaiserin |
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| Josef Anton Graf Seeau von Mühlleuten betätigt sich in seinem Exil in München mit dem Aufbau eines Nationaltheaters und als großer Förderer von Wolfgang Amadeus Mozart. | ||||
| 1884 | Otto der Letzte | |||
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| Franz de Paula | Franz de Paula Reichsgraf von Seeau zu
Mühlleuthen Freiherr auf Würthing, Majoratsherr auf Helfenberg und
Piberstein, * 30.3.1801, † 5.12.1841 Dresden. Franz de Paulas Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Johann Ehrenreich (†1708) à XI. Franz Anton (†1755) à XII. Cajetan Adam (†1796) à XIII. Franz Seraf (†1803) à XIV. Franz de Paula (†1841)
Anton Bayer wird am 6. Mai 1830 als natürlicher Sohn von Franz de Paula und der Magdalena Bayer geboren. Mein Ururgroßvater ist der einzige Nachkomme des Grafen von Seeau. Der Graf von Seeau gibt seinem Sohn Anton per Legat das Gut Waldhof in Helfenberg. Zwei Jahre vor seinem Tod am 22. Oktober 1839 heiratet Franz der Paula auf derm Herrensitz Wrschowetz Henriette, die Tochter des Karl Ferdinand Freiherrn von Puteani auf Litten, Nussel und Blahotitz und der Franziska des Paula Freiin Helversen von Helversheim auf dem Herrensitz Czekanitz. Henriette ist am 12. Oktober 1816 geboren und heiratet in zweiter Ehe Apolinar von Kulczyc Wislcki d. W. Sas auf Dembozin, † 1870. 1841 Franciscus de Paula stirbt am 5. Dezember 1841 in Dresden an "Nervenlähmung" (Typhus abdominalis). Franciscus de Paulas Onkel Josef (* 1772) ist mit einer Gräfin Draskovich vermählt, hatte aber nur Töchter, deren letzte, Gräfin Henriette, unvermählt im 82. Jahre zu Linz am. 5. Oktober 1887 gestorben ist. Da Franz de Paulas Ehe mit Henriette Freiin von Puteani auf Litten kinderlos ist, geht nach seinem Tode das Fideicomiss an Carl Ludwig Heinrich Graf von Seeau zu Mühlleuthen über. Carl Ludwig ist Sohn des Karl Josef und Enkel des Großonkels von Franz de Paula, Franz Johann Graf von Seeau. Allerdings wird der Waldhof an seinen natürlichen Sohn Anton Bayer gegeben. |
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Franz de Paula |
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| Otto |
Otto Reichsgraf von Seeau zu Mühlleuthen,
Freiherr auf Würting, Freiherr auf Helfenberg und Piberstein, k.u.k.
Statthalter-Sekretär, * 20.5.1833 Linz, † 3.6.1884 Linz.Ottos Stammfolge à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Johann Ehrenreich (†1708) à XI. Franz Anton (†1755) à XII. Karl (†) à XIII. Franz Johann (†1814) à XIV. Carl Ludwig Heinrich (†) à XV. Otto (1884†) Otto als der letzte seines Geschlechts, ist exakt 111 Jahre älter als der Autor. Otto ist am 20. Mai 1833 geboren, der Autor am 20. Mai 1944. Otto Graf Seeau von Mühlleuten heiratet am 15. Mai 1861 Anna, die Tochter des Karl Fischer vom See und der Maria Gräfin Fieger Freiin zu Hirschenberg auf der Herrschaft Langhalsen, sie ist am 3. März 1836 in Linz geboren und stirbt 11. Februar 1902 Linz. Otto hat drei Töchter und keinen Sohn. Die Zwillingsschwestern Anna Maria und Leocadia Maria werden am 30. September 1867 geboren. Elisabeth Rosa Maria wird am 28. Juli 1870 geboren. Leocadia Maria stirbt am 8. November 1877. Anna Maria heiratet am 11 Mai 1885 auf Schloss Helfenberg Johann Freiherr von Rüling. Karolina (Caroline) Elisabeth Rosa Maria heiratet am 24. September 1889 auf Schloss Helfenberg Rudolf Gramont de Traves-Toulongeon, einen Verwandten des Fürstenhauses von Monaco.
Otto stirbt am 3. Juni 1884 als letzter im Mannessprosse des Geschlechts der
Grafen von Seeau, worauf das Fedeicomiss aufgelöst wird, da auch
seines Vaters Bruder Josef (* 5. 4. 1806, † 18.8. 1863, oo Therese
Heinrich) ohne Succession geblieben war. |
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Otto |
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| Abgesang |
Die fideicommissarische Eigenschaft der Herrschaften Helfenberg und Piberstein wird am 4. September 1885 aufgehoben. Ein Fideicommiss ist ein durch Stiftungsakt geschaffenes unveräußerliches und unteilbares, einer bestimmten Erbfolge unterliegendes Immobilienvermögen, das einer Familie dauernd erhalten bleibt und das üblicherweise auch nicht belastet werden darf. Nach spanischem Vorbild geschaffen, verbreitet es sich nach dem Dreißigjährigen Krieg auch im römisch-deutschen Reich. Die Erbfolge in den üblicherweise adeligen Familienfideikommissen erfolgt meist nach den Regeln der Primogenitur, wobei häufig daran noch als zusätzliche Bedingung eine Ebenbürtigkeitsklausel für den Begünstigten geknüpft ist. Maria Anna Freifrau von Rüling und Caroline Gramont de Traves-Toulongeon, Töchter des Otto Reichsgraf von Seeau zu Mühlleuthen, übergeben die Herrschaften Helfenberg mit Piberstein durch Kaufvertrag d. d. 24. Novembris 1893 an Olimpia, Gemahlin des Nicolaus Graf Revertera, Tochter des Pietro Borghese Fürst von Sarsina. 1911 gelangt das Familienarchiv der Grafen Seeau von Mühlleuten in das oberösterreichische Landesarchiv. |
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| Die Stammfolge des Autors à VI. Thomas (†1584) à VII. Achaz (†1600) à VIII. Michael (†1630) à IX. Elias (†1670) à X. Johann Ehrenreich (†1708) à XI. Franz Anton (†1755) à XII. Cajetan Adam (†1796) à XIII. Franz Seraf (†1803) à XIV. Franz de Paula (†1841) o-o Magdalena Bayer (*1802) à XV. Anton (*1830) à XVI. Johann (*1869) à XVII. Hedwig (*1914) oo Hans Jakob (*1916) à XIII. Kurt Jakob (*1944) | ||||
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