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| Linie | Grafen von Seeau der Linien Würting und Helfenberg | |||
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Frühe Seeauer Frühe Frauen Linien Ahnentafeln |
Die Grafen von Seeau der Linien Würting und Helfenberg umfassen die historischen
Personen des Geschlechts von Achaz Seeauer bis Otto Reichsgraf von
Seeau zu Mühlleuten Freiherr auf Würting, Freiherr auf Helfenberg und
Piberstein, mit dem das Geschlecht der Grafen von Seeau in der XV. Generation
erlischt.
Natürlich gibt es Reihe von Anekdoten über die Grafen Seeau von Mühlleuten. Im Vordergrund stehen Geschichten über Intrigen und andere für die Grafen von Seeau unliebsamen Vorgänge wie Erbstreitigkeiten, die bis zur Kindesentführung gehen. Otto Reichsgraf von Seeau zu Mühlleuten ist der letzte direkte männlich Nachkomme und in einem Schlussakt werden die letzten Besitzungen veräußert. |
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| Stammreihe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| VII. | ||||||||||||||||
| VII. Achaz II. (-~1600) |
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| VII. Sebastian von Seeau auf Mühlleuthen |
1607 Sebastian Seeauer erfährt als Kurier des Erzherzogs Mathias das Missgeschick, dass ihm eine Depesche des Erzherzogs Mathias im Auftrag des Kaisers Ferdinand II. abgenommen wird. Schon lange hatte der Kaiser dem Erzherzog misstraut, nun hält er den Treuebruch in Händen. 1608 kaiserlicher Raitdiener bei der niederösterreichischen Kammerbuchhalterei 1608 oo 2. Juni Wien (Trauungsmatrik St. Stephan, IX-233r, X, Doerr-Th, 42) Justina Wunber (1608; Widmer, 1622, Wibmer, 1630; †1630), Witwe nach Matthias Ballinger. Heiratet nach dem Tode von Sebastian August 1622 Melchior [Hueber] zu Hellring (Trauungsmatrik Wien St.Stephan, XII-21v, X, Doerr-Th, 50) 1609 kaiserlicher Raitrat bei der niederösterreichischen Kammerbuchhalterei 1609 Sebastian Seeauer wird von Kaiser Rudolf II. s.d. Prag 6.8.1609 Seeauer von Seeau. 1612 Sebastian Seeauer von Seeau und Mühlleuthen wird von Kaiser Mathias im Vereine mit seinen Vettern s.d. Prag 18.10.1612 die Erlaubnis sich Seeauer „von Mülleuthen“ zu nennen erteilt. (NÖS, II-124l), 1619 Sebastian Seeauer wird von Kaiser Mathias s.d. Prag 18.10.1619 Seeau von Mühlleuthen. 1622 kaiserlichen Rat- und Hofkammerbuchhalter [T1619 p. NÖ Regierung, M"A", V-125].
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| VII. Katharina von Seeau auf Mühlleuthen |
Ein Allianzwappen eines Plass auf Mühlleuthen (geviert, 1 und 4 ein springendes Pferd mit gewendetem Haupt, 2 und 3 ein Posthorn unter einem Stern) mit einer Rüsslhueber (Gams hochspringend) mit der Jahreszahl 1659 befindet sich rechts vom Eingang des Freisitzes Roith.
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| VIII. | |||||||||||||||
| VIII. Michael (-<1630) |
1612 Michael Seeauer wird von Kaiser Mathias im Vereine mit seinen Vettern s.d. Prag 18.10.1612 die Erlaubnis sich Seeauer „von Mülleuthen“ zu nennen erteilt. 1623 Michael Seeauer erhält von Kaiser Ferdinand II. u.s.r. Regensburg 16.1.1623 die Genehmigung zur Führung des Namens „von Seaw“. 1626 Michael Seeauer erhält am 10.3.1626 den Titel des Kaiserlichen Hofdieners.
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| IX. Michael III. |
Michael emigriert mit seiner Familie religionshalber nach Sachsen.
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| IX. Ägyd (-1663) |
Egidius, erst in kaiserlichen, dann in des „Großherzogs von Florenz“ Kriegsdiensten, die er wegen eines „Leibschadens“ verlässt, ist hierauf „Reformations- und Privatsekretarius“ des Landeshauptmannes ob der Enns Hanns Ludwig Graf von Kufstein, dann Aufschlagseinnehmer zu Engelhartszell. 1636 Ägyd von Seeau, seinem Bruder Elias und seinem Vetter Thomas III. wird unterm 30.11.1636 zu eine Wappenbesserung gewährt. 1644 Ägyd von Seeau zu Mühlleuthen wird im Vereine mit Elias am 29.12.1644 in den jungen Reichsstand Österreich ob der Enns aufgenommen, unter dem 19. 11. 1644 die Aufnahmen in den jungen Rittestand Österreichs ob der Enns. 1654> Ägyd von Seeau kauft das Landgut Hiltprechting und Talham, welches der Jesuitenrektor zu Passau am 7. 6. 1628 von Simon Engl zu Wagrein erkauft hatte. Ägyd verkauft die Güter am 26. 6. 1642 an Thomas III. von Seeau. 1654> Ägyd von Seeau kauft Gut Puchberg und baut das Schloss neu auf. 1659 Ägyd von Seeau zu Mühlleuthen wird am 3.7.1659 als der Römisch Kaiserlichen Majestät Rath und Vicedom in Österreich unter der Enns unter die niederösterreichischen neuen Reichsstandsgeschlechter aufgenommen Nach dem Tod seines einzigen Sohnes Michael Ferdinand, der ledig als kaiserlicher Rittmeister stirbt, geht Puchberg auf Grund einer Cession des Erben, Elias von Seeau, 1668 an Johann Philibert von der Linie Ebenzweier über. 1663 Ägyd von Seeau zu Mühlleuthen stirbt.
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| IX. | ||||||||||||||
| IX. Elias Seeauer von Seeau (-1670) |
Elias Seeau von Mühlleuthen auf Würting mit Moos am Grünbach unweit Offenhausen im Hausruckviertel und Litzlberg im Attersee Kaiserlicher Rat, Rentmeister zu Steyr und Hall in Tirol. 1628 Elias von Seeau ist dem Grafen Hanns Ludwig von Kufstein bei dessen Legation an die ottomanische Pforte beigegeben. Hierauf in Kriegsdiensten in dem von dem Feldmarschall Grafen von Alderingen „innegehabten Corpo“, nach dessen Hintritte Sekretär beim kaiserlichen Obristen Quartier- und Zahlungs-Commisarialrat, dass als die Römisch Kaiserliche Majestät selbst ins Feld gezogen „dero eigenen Veld-Hofkriegsdiensten appliciret“. 1636 Elias Seeau von Mühlleuthen erhält s.d. Regensburg 30.11.1636 eine Wappenvermehrung. 1636 Elias von Seeau wird Einnehmer bei dem Salzamte zu Gmunden. Er bekommt zwei Jahre später eine Prämie in der Höhe von 200 fl. zugesprochen. 1643 Elias von Seeau tritt die einträgliche Stellung eines Rentmeisters zu Steyr an. 1644 Elias Seeau von Mühlleuthen wird am 29.12.1644 in den jungen Reichsratstand Österreich ob der Enns aufgenommen. 1648 Elias von Seeau ist Rentmeister zu Steyr und kaiserlicher Rat. Er erwirbt von dem Hofkriegsrat und General-Kriegskommisarius Freiherrn Alexander Schifer von Freiling († 1661) oder aus dessen Nachlass, die Herrschaft Würting mit Moos im Hausruckviertel. Elias von Seeau ist einer der der Hauptgläubiger der Innerberger Hauptgewerkschaft. Als Folge der Absatzkrise des Dreißigjährigen Kriegs schließen sich 1625 die Radmeistern und Hammerherrn sowie der Verleger (Eisenhändler) in einer Gesellschaft, der "Innerberger Hauptgewerkschaft", mit Zentrum der Stadt Steyr zusammen. Die freien Hammerherren treten ihre Realitäten und Betriebe ab und werden zu Verwaltern einer der größten Industriebetriebe der Monarchie. 1650 Elias von Seeau kauft das Wasserschloss Würting von einem Verwalter, der es nach einem Kridaprozess von der Familie Weiß von Würting erworben hatte. Das Vermögen der Familie war unter der langen Vormundschaft über Johann Christoph Weiß von Würting aufgezehrt worden. Elias ist über seine erste Frau, Susanna Magdalena Alt von Altenau, mit den Weiß von Würting verschwägert. 1657 Elias von Seeau heiratet am 14. Mai auf Schloss Eggenberg bei Graz Maria Elisabeth Freiin Prank zu Püx, Tochter des "Herrn-Standts-Verordneten" Johann Friedrich Freiherr von Pranckh zu Pux, Poppendorf, Rheintal und Fronsperg und der Anna Susanna Freiin von Logau und Altendorf auf der Herrschaft Giessmannsdorf, † 22.8.1669. Die feierliche Trauungszeremonie nimmt Pater Albertus von Pranckh zu Pux vor, der Bruder der Braut. 1664 Elias von Seeau kauft von dem kaiserlichen Forstmeister Christoph Staindl das Schloss Litzlberg im Attersee. 1670 Elias von Seeau stirbt am 19. Februar an seinem dritten Schlaganfall auf seinem Schloss Würting. Wenige Monate vor ihm ist bereits seine Gemahlin Maria Elisabeth Freiin von Prankh verstorben. Zum Unglück des gerade vierjährigen Johann Ehrenreich, sein elfjährigen Bruder Johann Friedrich. Beigesetzt wird Elias von Seeau zu Mühlleiten neben seinen Gemahlinnen Susanna Magdalena Alt von Altenau und Maria Elisabeth in dem von ihm erbauten Erbbegräbnis bei den Dominikanern in Steyr. Das Grabmal in der Marienkirche existiert heute noch. Die von der zweiten Gemahlin Maria Elisabeth Freiin von Pranckh zu Pux († 23. 8. 1669) hinterbliebenen zwei minderjährige Söhne, Johann Friedrich und Johann Ehrenreich geraten kurze Zeit unter die Vormundschaft des Georg Constantin Grundemann von Falkenberg. 1675 die Vormundschaft von Christoph Ehrenreich Graf von Schallenberg erwirbt für Friedrich und Ehrenreich die Herrschaft Piberstein im Mühlviertel. 1677 die Vormundschaft von Johann Friedrich Märk von Gneisenau erwirbt für Friedrich und Ehrenreich die Herrschaft Helfenberg im Mühlviertel.
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| X. Johann Friedrich |
1672 Johann Friedrich wird am 29.3.1672 in den niederösterreichischen Herrschaftsstand aufgenommen. 1682 Johann Friedrich wird u.s.d. Wien 5.1.1682 Freiherr auf Würting. Er ist kaiserlicher Wirklicher Kämmerer, Hofkammerrat, Prinzipal-Kommisär und Delegierter bei der Administration in Bayern und der Oberpfalz, Inspektor der Herrschaft Orth im Traunsee und der Herrschaft Wildenstein, Pfandinhaber der Aufschläge Ybbs und Salmingstein. 1682 Johann Friedrich und sein Bruder Johann Ehrenreich werden unter dem Titel „Herrn von Seeau zu Mühlleuthen, Freiherrn auf Württing“ durch Kaiser Leopold I. mit Diplom d. d. Wien 5. 1. 1682 in den Freiherrnstand erhoben. 1682 Johann Friedrich wird am 23.1.1682 in den jungen Aufnahme in den jungen Herrenstand Österreichs ob der Enns aufgenommen und am 29.12.1701 in den Herrenstand. 1691 Johann Friedrich wird Hofkammerrat. 1698 Johann Friedrich wird kaiserlicher Kämmerer.
1698 Grubenkarte von Hallstatt von Tobias Styger, Größe 1,63 x 2,22 m,
Hochformat, Maßstab 1: 600 Bergstabl. Der Titel der Karte lautet: 1699 Johann Friedrich und sein Bruder Johann Ehrenreich werden durch Kaiser Leopold I. s.d. Laxenburg 12.5.1699 in den Grafenstand erhoben. 1699 Johann Friedrich wird am 2.12.1699 in den stiftsmäßigen Herrschaftsstand in Böhmen aufgenommen. 1700 Johann Friedrich wird wegen seiner Kenntnisse bei der Errichtung des Salzwesens in Ungarn herangezogen. 1702 Johann Friedrich wird bei der Errichtung des Salzwesens in Siebenbürgen herangezogen. 1705 Johann Friedrich wird Cameral Administrator in Österreich ob der Enns, dann Administrator des sequestierten Herzogtums Bayern Fürsten von Löwenstein seitens des kaiserlichen Hofkammer zugeteilt. 1707 Johann Friedrich Graf Seeau von Mühlleuten spendet infolge eines Gelübdes der Kirche zu Lauffen 800 Gulden für einen neuen Hochaltar, Gott hatte auf Fürbitte Marias ihn, seine Familie und seine Güter in den Kriegswirren beschützt. Die Grafen von Seeau zählen von jeher zu den Wohltätern der Kirche. Da man sowieso eine größere Erweiterung der Kirche plant, bittet man den Grafen von Seeau um Verschiebung der Spende bis der Umbau abgeschlossen ist. Johann Friedrich Graf von Seeau verzinst das Kapital bis es 1719 der Ausbau fertig ist, wird der neue Hochaltar aufgestellt. Anbau und Hochaltar sind barock, der ältere Teil der Kirche und der Kapelle zu Lauffen sind gotisch. Der Hochaltar ist aus Adneter- und Untersberger Marmor und trägt über dem Gnadenbilde das Wappen der Grafen von Seeau. 1707 Johann Friedrich und sein Bruder Johann Ehrenreich wird durch Kaiser Josef I. d. d. Wien 7. 9. 1707 eine Bestätigung als Reichs- und -erbländische Grafen zu Teil. Sie spalten diese Hauptlinie nach erfolgter Güterteilung in die Linie zu Würthing und eine Linie zu Helfenberg und Piberstein. 1725 Hallstätter Grubenkarte von Hans Rietzinger,
Größe1,40 x 2,56 m, Querformat. Hauptkarte, Maßstab 1:600 Bergstabl. Der
Titel der Karte lautet: 1728 Johann Friedrich wird in den stiftsmäßigen Herrschaftsstand in Mähren 9.1.1728, * 5.8.1659, † 6.12.1729 aufgenommen. 1729 Johann Friedrich stirbt am 6. 11. 1729 auf Würting.
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| X. Karl Ferdinand |
Sohn des aus religiösen Gründen nach Sachsen emigrierten Michael III. Herzoglicher Sächsischer-Lauenburgischer Rat und Gesandter auf dem Reichstage zu Regensburg. Bilder vorhanden: Bilder unserer Ahnen, Sonderheft D. Portrait bei Korb (5530e)
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| XI. Simon Josef Friedrich Philipp
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1706 Simon macht sein Abitur am Wilhelmsgymnasium in München. 1730 Simon kauft aus dem Nachlass des verstorbenen Grafen Carl von Tige das Landgut Pernau bei Wels, das sich jedoch 1760 bereits im Besitz des Sigmund von Hack zu Bornimb befindet. 1740 Simon hat beste Beziehungen zu Bayern und liefert den hauptsächlichen Anlass zu der voreiligen Übergabe des Salzkammergutes an Bayern, die so verhängnisvoll für den Grafen Josef Anton der Linie Ebenzweier und für seinen eigenen Bruder Ferdinand Friedrich ausgeht. 1741 Simon wird arretiert und erst nach dem Friedenschluss 1742 wieder entlassen.
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| XII. Josef Anton Friedrich Adam |
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| XII. Ferdinand Friedrich |
Ferdinand Friedrich Graf Seeau zu Würting, Moos und Litzlberg, ist Josef Friedrichs ältester Sohn aus zweiter Ehe. 1729 Ferdinand Friedrichs Vater, der Salzamtmannes Johann Friedrich Graf von Seeau stirbt. Das ansehnliche Vermögen des Vaters auf dessen Kinder aufgeteilt. Ferdinand Friedrich muss sich verpflichten, seinem älteren Halbbruder eine Altersrente von 400 fl. zu zahlen, wofür ihm ab 1736 sein Gehalt um 200 fl. aufgebessert wird. 1730 Ferdinand Friedrich übernimmt am 1. April die Leitung des Salzamtes. Er führte das Amt im Sinne seines Vaters weiter. 1733 Ferdinand Friedrich forderte auf kaiserlichen Befehl die Gmundener Lutheraner auf, sich offen zu ihrem Lutheranischen Glauben zu bekennen und ihm dann abzuschwören oder auszuwandern. Unter der Regierung Kaiser Karl VI. wird mit den Protestanten ernst gemacht und zwischen 1734 und 1737 werden 624 "Sectarier, Irrgläubige, unbelehrbare Ketzer, Protestanten, Dissitenten..." aus dem Kammergut (und 180 aus Kärnten) in das einzige evangelische Land der Monarchie, nach Siebenbürgen deportiert, das von der Pest so wie so entvölkert war. Ziel waren die Orte Neppendorf (heute Turnisor in Hermannstadt = Sibiu) und Großau (heute Cristian, etwa 10 km vor Hermannstadt). Genaueres kann man in den Anekdoten über die Deportation nachlesen. Die Misswirtschaft in den Betrieben, die schon zu Lebzeiten seines Vaters bestanden hatte, breitet sich unter dem neuen Salzamtmann immer weiter aus und wird erst 1741 von der Hofkammer in Wien aufgedeckt. Genaueres über die Misswirtschaft kann man in der Anekdote über Misswirtschaft nachlesen. Dazu kommt noch die unglückliche Verwicklung der Grafen von Seeau im Österreichischen Erbfolgekrieg, die in den Anekdoten über die Wut der Kaiserin geschildert wird. 1741 Ferdinand Friedrich wird schließlich von Königin Maria Theresia als Salzamtmann zu Gmunden abgesetzt und nach Abbüßung einer kurzen Haftstrafe in die Verbannung geschickt und des Landes verwiesen. 1745 Ferdinand Friedrich wird mit allerhöchster Resolution der Königin Maria Theresia vom 12. August begnadigt. Der Siebmacher berichtet 1745 über Ferdinand Friedrich zum letzten Mal. Der niederösterreichische Siebmacher vermeldet für dieses Jahr sogar seinen Tod, im oberösterreichischen Siebmacher wird über das Todesjahr nichts berichtet, aber auch alle weiteren Berichte über ihn fehlen. 1746 Ferdinand Friedrich wird schließlich das restliche noch nicht ausbezahlte Gehalt bis zum Tag seiner Entlassung ausbezahlt. 1753 Siegmund Christoph Graf von Schrattenbach wird am 5. April vom Konvent zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er ist ein entfernter Vetter des Ferdinand Friedrich, der nun nach Salzburg auswandert. Dort wird Ferdinand Friedrich zum "Hochfürstlichen geheimen Rat“ und "Hofmarschall“ ernannt. 1768 Ferdinand Friedrich stirbt am 4. Juni in Salzburg. In seinem Testament fordert er seine Kinder zu "friedfertiger Betragung“ auf und verfügt er für die älteren Söhne, dem Jüngsten eine standesgemäße Ausbildung zu ermöglichen, vor allem soll er Französisch lernen.
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| XIII. Ferdinand Franz Anton |
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| XIII. Franz Anton (1782-1833) |
1812 Franz Anton, tritt am 7. 2. den Besitz von Würting und Moos (Litzlberg scheint vorher verkauft worden zu sein) an. Seiner Witwe verbleibt Würting und Moos zur Hälfte, während der Rest an die einzige Tochter Mathilde († 20. 1. 1844) fällt. Diese ist seit 23. 7. 1842 mit Alexander Földváry von Földvár und Bernáfelva verehelicht; ihre Tochter, gleichfalls Mathilde genannt, überkommt den Anteil der Mutter, die bei ihrer Geburt gestorben war.
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| X. | ||||||||||||||||||||||
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X. Johann Ehrenreich
(1666-1708)
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Johann Ehrenreich ist Gründer und Herr der Herrschaften Helfenberg und Piberstein und Herr von Helfenberg I. Im Winter 1670 wird der vierjährige Johann Ehrenreich Seeau von Mühlleuten von zwei Dutzend bewaffneten Männer aus einer Kutsche entführt und auf das Schloss Puchberg gebracht. Wenig später greift der kaiserliche Landrichter zu Linz ein und holt höchstpersönlich das entführte Kind mit seinem Schlitten von Schloss Puchberg und bringt es nach Linz. Die Details ist in der Anekdote über die Kindesentführung aufgeschrieben. 1675 der Vormund der beiden Buben, Christoph Ehrenreich Graf von Schallenberg, erwirbt für Friedrich und Ehrenreich die Herrschaft Piberstein im Mühlviertel. 1677 der Vormund Johann Friedrich Märk von Gneisenau erwirbt für Friedrich und Ehrenreich die Herrschaft Helfenberg im Mühlviertel. 1680 Johann Ehrenreich Graf und Herr von Seeau zu Mühhleuten wird Pfandinhaber der Grafschaft Neuburg am Inn. Georg Ludwig Graf von Sinzendorf hatte die Grafschaft 1654 erworben. Nun Sinzendorf wird wegen Hochverrats, Unterschlagung, Majestätsbeleidigung und anderer Verbrechen angeklagt und aller Ämter enthoben. Die Grafschaft Neuburg wird von der Kaiserlichen Hofkammer in Wien eingezogen und als Pfand an Johann Ehrenreich übergeben. 1682 Johann Friedrich und sein Bruder Johann Ehrenreich Seeau zu Mühlleuten, werden von Kaiser Leopold I. am 5. Jänner in den Freiherrenstand erhoben, "Herr von Seau zu Mühlleuten, Freiherr von Württing", "Wohlgeboren", Wien 5.1. 1682. Dies wird auf bewährte Art und Weise erreicht, denn in jenen Zeiten ist es üblich durch bare Münze dem Kaiser "brave Opferwilligkeit" und natürlich geziemenden "Patriotismus" zu zeigen. 1684 Johann Ehrenreich macht als Achtzehnjähriger vom 2. Juni 1684 bis 29. Okt 1685 eine ausgedehnte Bildungsreise. Eine Reise durch Salzburg, Tirol, Italien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Holland nach England. Er führt darüber ein aufschlussreiches Tagebuch mit 90 Seiten 1687 Johann Ehrenreich heiratet einen Tag nach seinem einundzwanzigsten Geburtstag am 16. Juni Barbara, Tochter des Veit von Gera Freiherrn zu Arnfels auf Eschelberg, Lichtenhag, Freiherrn Stamaried und Schöndorf und der Maria Eleonora Isabella Kazianer Freiin zu Katzenstein und Flöding auf der Herrschaft Mühlgrub. Johann Ehrereichs älterer Bruder Johann Friedrich ist bereits sechs Jahren mit Maria Eleonora Herrin von Gera, der Schwester der Baut, verheiratet. 1689-1746 kaiserliche Handschreiben an Johann Ehrenreich und Franz Anton von Seeau behufs Teilnahme an den Landtagen, dann um Gewährungen für Darlehen für Reichsbedürfnisse. 1697 erfolgt die Erhebung in den Grafenstand - Veit Constantin Freiherr von, Anton Nicolaus Franz Xaver, Johann Friedrich, Johann Josef Ehrenreich von Seeau, Brüder, Carl Josef Euseb von Seeau, Vetter werden am 29. März "Graf und Herr von Seeau zu Mühlleuten Freiherr auf Wüerting". 1699 Johann Ehrenreich bekommt das Inkolat [Landmannschaft] im Herrenstand in Böhmen. 1699 Johann Friedrich und Johann Ehrenreich von Seeau werden am 12. Mai in Laxenburg von Kaiser Leopold I. in den Reichsgrafenstand erhoben. Abermals kräftige Finanzspritzen der Familie Seeau an den Kaiser beschleunigen den Vorgang. Kollat. Abschrift von 1699 September 15. Pergament Libell, anh. Siegel in Holzkapsel. 1699 die Schwester der Frau Johann Ehrenreichs macht eine
zusammenfassende Abschrift der "Memorien" über die Familie Seeau, aus
Dokumenten und Unterlagen, die er zusammengetragen
hatte. Dieses Werk in Buchform mit über 300 Seiten ist im
oberösterreichischen Landesarchiv aufbewahrt. Sie beginnt mit der
Einleitung: 1701 Johann Ehrenreich wird am 29.12.1701 in den o.ö. stiftsmässigen Herrenstand aufgenommen. 1702 die Grafen von Seeau haben bis jetzt dem Kaiser Leopold I. mehr als 17 Millionen Gulden an Schenkungen zukommen lassen. Eine weitere halbe Million haben sie mit geringer Verzinsung verliehen, um die Saline in Soovar in Oberungarn aufzubauen. 1702 benötigt der Kaiser abermals Geld, um seinen Sohn den späteren Kaiser Josef I., für "die heurige Campagne ins römische Reich" standesgemäß ausstatten zu können. Abermals sind es die Grafen von Seeau, die ihm dafür 30.000 Gulden vorstrecken. Als Gegenleistung werden den Grafen von Seeau Weinaufschläge, Pfandrechte und Mautämter verpfändet. Weiters wird die Zusicherung der Anwartschaft der Salzamtmannstelle für den ältesten Sohn Johann Friedrichs aus erster Ehe, Johann Christoph Friedrich, gegeben. 1705 Johann Ehrenreich, Herr zu Helfenberg und Piberstein, stiftet diese seine beiden Herrschaften als Fideicomiss. Das ist eine unteilbare Herrschaft, die im Erbfall nicht zerstückelt werden kann. 1707 Kaiser Josef I. bestätigt in Wien am 7. September den Brüdern Johann Friedrich und Johann Ehrenreich von Seeau zu Mühlleiten die Erhebung in den Reichsgrafenstand. 1708 Johann Ehrenreich stirbt mit 42 Jahren.
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| XI. Franz Karl |
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| XII. Ludwig |
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| XII. | ||||||||||||||||
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XII. Franz Anton (-1755)
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1689-1746 kaiserliche Handschreiben an Johann Ehrenreich und Franz Anton von Seeau behufs Teilnahme an den Landtagen, dann um Gewährungen für Darlehen für Reichsbedürfnisse.
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| XII. Franz Johann |
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| XIII. Karl Josef |
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| XII. |
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XII. Cajetan Adam
(1732-1796)
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1769 Neben dem Schloss Helfenberg, auf dem rechten Torstein zu einem der Wirtschaftsgebäude des Gutshofs steht CGVS (wahrscheinlich Cajetan Graf von Seeau), auf dem linken Stein steht die Jahreszahl 1769. Die Torsteine sind mannshoch und aus Granit grob gehauen. Cajetan betreibt das Herrschaftliche Bräuhaus zu Piberstein, von dem eine Reihe von "Bierbüchln" überliefert sind.
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| XIII. Josef |
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| XIII. |
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XIII. Franz Seraf
(1770-1803)
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| XIV. |
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XIV. Franz de Paula
(1801-1841)
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Franciscus de Paula Graf von Seeau zu Helfenberg V 1830 Franz de Paula bekommt von Magdalena Bayer einen natürlichen Sohn, Anton Bayer. Er gibt beiden per Legat das Gut Waldhof in Helfenberg. Franz de Paulas Ehe mit Henriette Freiin von Puteani auf Littenbleibt bleibt kinderlos, worauf das Fideicomiss an Carl Ludwig Heinrich übergeht. Allerdings wird der Waldhof an seinen natürlichen Sohn Anton Bayer gegeben. Franciscus de Paula Vaters Bruder Josef (* 1772) war mit einer Gräfin Draskovich vermählt, hatte aber nur Töchter, deren letzte, Gräfin Henriette, unvermählt im 82. Jahre zu Linz am. 5. 10. 1887 gestorben ist. 1841 Franciscus de Paula stirbt am 5.12. 40-jährig auf einer Reise in Dresden an Nervenlähmung (Typhus abdominalis). Anton Bayer erbt das Gut Waldhof in Helfenberg, der Hauptteil des Erbes geht an Carl Ludwig und damit an einen anderen Ast der Familie Seeau.
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| XIV. | ||||||||||||||||
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XIV. Carl Ludwig Heinrich
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Carl Ludwig k.u.k. Major des 3. Infanterie Regiments, * 23.3.1801 Mödering, † 30.4.1878 Helfenberg. Carl Ludwig überkommt von dem erloschen Aste nach dem Tode von Franz de Paula das Fideicomiss Helfenberg und Piberstein, oo Anna von Zadubsky von Schönenthal.
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| XV. | ||||||||||||||||
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XVI. Otto (1833-1884)
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Otto als der letzte seines Geschlechts, ist exakt 111 Jahre älter als der Autor. Otto ist am 20. Mai 1833 geboren, der Autor am 20. Mai 1944. Genaueres in den Anekdoten über Otto den Letzten. Es existieren in der Nationalbibliothek zwei Fotos von Otto: August RED-Wels: angelehnt stehend, etwas von rechts, rechter Arm auf Fauteuilrückenlehne, linker Arm in die Hüfte gestützt, Beine gekreuzt. RED-Linz: Bildnis in mittleren Jahren, ¾ links mit Stock und Zylinder Otto stirbt am 3. 6. 1884 als letzter im Mannessprosse des gräflichen Geschlechts der Seeauer, worauf das Fedeicomiss aufgelöst wird, da auch seines Vaters Bruder Josef (* 5. 4. 1806, † 18.8. 1863), oo Therese Heinrich, ohne Succession geblieben war.
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| Schlussakt | ||||
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1885 die fideicommissarische Eigenschaft der Herrschaften Helfenberg und Piberstein wird am 4. 9. 1885 aufgehoben. 1893 Maria Anna Freifrau von Rüling und Caroline Gramont de Traves-Toulongeon, Töchter des Otto Reichsgraf von Seeau zu Mühlleuthen, übergeben die Herrschaften Helfenberg mit Piberstein durch Kaufvertrag d. d. 24. 11. 1893 an Olimpia, Gemahlin des Nicolaus Graf Revertera, Tochter des Pietro Borghese Fürst von Sarsina.
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