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| Pflügl von Goldenstein | ||||
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Mütter Großmütter... Töchterstämme |
Christoph und Sebastian Pflügl von Goldenstein nennen sich
nach dem gleichnamigen Schloss, südlich der Stadt Salzburg, außerdem nennen
sich die Brüder nach Neuenchieming,
dem Stammsitz ihres Stiefvaters.
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| Herkunft |
| Schreibweisen |
Edler von Pflügel,
Pflügl, Pflüegl, Pflüegel, Pfliegl, von und zu Goldenstein, zu Goltenstain,
zu Goldenstain, von Neuenchieming, von Neuenkhieming und Goldenstain zu
Wolffsegg [ob der Enns].
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| Abstammung |
Salzburgisch bayerisches
Adelsgeschlecht.
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| Verbindung |
Johann Philibert,
Freiherr von Seeau zu Mühlleuten auf Ebenzweier, Hiltprechting, Thalham,
Puchberg und Reuth im Hausruckviertel (...-1694) oo Franziska Katharina,
Tochter des Johann Georg Pflügl von und zu Goldenstein und der Ursula
Gienger von und zu Grünbüchl auf Wolfsegg und Rotteneck, (*1635, † auf Roith
am Traunsee). (1) Anton Nikolaus (2) Franz Xaver.
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| Fundstellen: |
Nachlass derer von Pflügl seit 1998 im Oö. Landesarchiv, enthält persönliche Dokumente, Urkunden, Korrespondenzen und Notizen mehrerer Angehöriger der Familie (von) Pflügl (3 Schachteln, 1 Lade). 19./20. Jh. Verz.: O 41.
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| Heraldik |
| Wappen I 1518 | In Schwarz ein Wilder mit langem grauer Bart, goldener Leibbinde, in beiden Händen eine Pflugschar haltend. Kleinod: Zwischen goldenen Hörnern der Wilde wachsend das Pflugeisen in der Rechten haltend, die Linke auf den Helm gestützt. Decken schwarz-golden. Legalisierte Abschrift des Adelsbriefes vom 10. 7. 1518, Landesarchiv. |
| Wappen II 1613 | In Gold ein schwarzer, mit goldenem Pflug belegter Schrägbalken. Gekrönter Helm mit schwarz-goldenen Decken ein Pfauensturz. Legalisierte Abschrift des Diploms, Landesarchiv. |
| Wappen III 1685 | Gespalten. Vorn wie I, hinten wie II. Zwei gekrönte Helme mit schwarz-goldenen Decken: 1. wie bei I, 2. wie bei II. Neuer Siebmacher Salzburger Adel. |
| Wappen im Stabbaum der Seeauer | Auf Gold ein schwarzer Schrägbalken mit einem golden Pflug mit drei Scharen belegt. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken acht wachsende Pfauenfedern (5, 3) in natürlicher Farbe. |
| Stammreihe |
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I. Hanns Pflügel oo Johanna Thenn (1) Christoph, (2) Sebastian. II. Christoph oo Catharina von Rehlingen (1) Karl III. Karl Pflügel IV. Georg Pflüegl von Wolfsegg, kaiserlicher Rat, Landesvizedom ob der Enns zur Zeit der Verpfändung an Bayern bayerischer Hofkammerrat, in den Adel erhoben (1613 von Kaiser Matthias am 21. September Regensburg, Diplom 1684), kommt über seine Frau zu Wolfegg am Hausruck (Bezirk Schwanenstadt), 1627 unter dem jungen oö. Ritterstand aufgenommen, 1628 den Stegerhof bei Peuerbach erkauft (1662 vom Sohn Johann Babtist wieder verkauft). oo 12.4. 1622 in Hoheneck mit Ursula von Gienger auf Hoheneck, (* 21. Dez.1598 Hoheneck, † 4. Feb.1663), Tochter des Hans Adam Gienger, oö. Vizedom [also Landeshauptmann] und der Magdalena Fieger von Hirschberg auf Hoheneck. (1) Johann Baptist w. f. (2) Maria Katharina Franziska, † 2.Jul1719, † Altmünster (Epitaph erhalten), oo Schloss Irnharting 12. April 1665 mit Johann Philibert Freiherr von Seeau, † Schloss Puchberg 15. Febr.1694, †† Altmünster. V. Johann Baptist von Pflüegel von Neuenchieming und Goldenstain zu Wolfsegg, † 16.Mai 1693, oö. Viertelkommissär (1683-1684), Verordneter (HB 1693), Erwerber (1685 28. Apr. Wien) einer Wappenvereinigung samt Confirmation des seinem Vater Georg 1613 von Kaiser Matthias „ertheilten Adelichen Standt“ und Berechtigung zur Führung des Prädikates „von Neuenkhieming und Goldenstain“, und zwar „mit oder ohne sein vorhero gebrauchttes Prädicat zu Wolffsegg“ (Taxe, von 500 auf 400 fl. ermäßigt, 28. Jul. und Sep. 1684 die 500 vom nö. Geheimen Hofkanzleitaxator Klueg - „Tax Zettul“ - über Wolf Georg Aigner, kaiserlicher Pulveramtsverwalter in OÖ eingemahnt); oo Wien (St. Michael) 4.Febr.1663 mit Maria Franziska Pinelli, aus nö. landständischer Familie, * 1641, † 12. Dez. 1682 (bzw. 26.Mai 1693), die Pinelli sind mit dem oö. Salzkammergut verbunden. VI. Maria Johanna Pflüegel von Neuenchieming und Goldenstain zu Wolffsegg, * 4. Jan. 1664 Atzbach und Wolfegg am Hausruck, † 7. März 1731 (66 J, Leopoldstadt, Schintlpergerhaus), oo Dross, Lengenfeld, BH Langenlois, Mutter als † bezeichnet; „Heiratsbrief“ Krems 16. Mai 1693, mit Johann Georg Scheler von Ungershausen, † 1727 Mai 29., auf Himberg am Wald, Trauzeuge Hans Fieger zu Hirschberg. |
| Familienchronik |
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1518 Hanns von Pflügel († 1. 10. 1523) erlangt von Kaiser Karl V. d. d. Augsburg 10. 7. 1518 die rittermäßigen Adelsfreiheiten und das Wappen I. 2.oo Johanna Thenn, Tochter des Salzburger Münzmeisters Johann Thenn. (1) Christoph, (2) Sebastian. In zweiter Ehe ist seine Witwe Johanna mit dem Doktor Niclas Ribeysen von Neuenchieming verheiratet. Ribeysen stammt aus Augsburg, ist Kanzler des Erzbischofs von Salzburg, Bergwerksunternehmer, kaiserlicher Rat und ein unerbittlicher Ketzerverfolger. 1526 Christoph von Pflügel und sein Bruder Sebastian kaufen am 12. 4. 1526 gemeinsam mit ihrem Stiefvater Niclas Ribeysen von Neuenchieming das Schloss Dornbach in der Maltein [Malta] bei Gmünd in Kärnten samt den Zugehörungen vom Erzbischof Matthäus von Salzburg. 1530 Dr. Niclas Riebeysen erlangt Hofmark und Schloss Neuenchieming vom Hofmarksinhaber Männdl. Die Ameranger von Sondermoning sind die ersten Herren der Hofmark Neuenchieming. Um 1500 stirbt Georg Ameranger und Neuenchieming wird kaiserliches Lehen. Riebeysen erweitert seinen Chieminger Besitz beträchtlich durch Zukauf von Chieminger Anwesen. Er gilt als Stifter des "Chieminger Christus", ein Kruzifix das nun im Bayerischen Landtag hängt. 1534 Christoph Pflügel von Goldenstein und sein Bruder Sebastian erwerben mit Hilfe ihres Stiefvaters Niclas Ribeysen von Neuenchieming das Schloss Goldenstein. 1536 Nicolaus Ribeysen, jur. doct. Geistlicher Rat in Salzburg beurkundet die Ernennung von Sebastian Kluckhaimer und Johann Obenawer zu den Vertretern von Johann Rotmais, Priester der Diözese Chimensee. Christoph und sein Bruder Sebastian von Pflügel, die Stiefsöhne von Niclas Riebeysen, sind seine Erben auf Schloss Neuenchieming, die auch das zugehörige Adelsprädikat übernehmen. Dann die Apfenthal, die Rehlinger von Augsburg, die Meiting und Röhrwolf, bis endlich Ladislaus Graf Törring Hofmarksherr wird. Christoph Pflügel von Goldenstein oo Catharina von Rehlingen [Rehlinger], Tochter aus gutem, bairischem, auch zu Salzburg begütertem Geschlecht. (1) Karl. [Siehe auch Kristof Thurzo oo ~1527 Marie Magdalene Rehlingen.] Karl Pflügel von Goldenstein (1) Johann Georg „Jörg“ 1613 Johann Georg „Jörg“ Pflüegel Goldenstein, Churbayrischer Hofkammerrat, wird von Kaiser Matthias am 21. Sep. zu Regensburg in den Adel erhoben. 1621 Johann Georg „Jörg“ Pflüegel von Goldenstein ist zur Zeit der Pfandinhabung Österreichs ob der Enns durch Bayern bis 1628 Vicedom in Österreich ob der Enns. Und ab dann in kaiserlichem Dienst als seiner Römisch Kaiserlichen Majestät Rat. 1622 Johann Georg „Jörg“ Pflügl (Pfliegl) von und zu Goldenstein, oo 1622 Ursula Gienger (* 21. Dez.1598 Hoheneck, † 4. Feb.1663), Erbtochter des Anns Adam [oder Cosmas] Gienger von Grünpichel, bringt ihrem Gemahl durch ihre Ehe Herrschaft und Schloss Wolfsegg im Hausruckviertel zu. Rotteneck kommt an die Arstetter. 1627 Johann Georg „Jörg“ Pflügl von Goldenstein wird am 21. 5. 1627 in den jungen Ritterstand aufgenommen. 1628 Johann Georg „Jörg“ Pflügl von Goldenstein kauft am 25. 2. von Polixena, Witwe des Hanns Jörg Spiller zu Mitterberg den Stegenhof nächst Perebach, der nach seinem Tod 1647 an seinen Sohn Georg Christoph fällt. (1) Georg Christoph, (2) Dominik Anton, (3) Johann Babtist. 1647 Johann Georg „Jörg“ Pflügl von Goldenstein stirbt. 1662 Georg Christoph Pflügl von Goldenstein verkauft den Stegenhof dem Abt Placidus von Lambach. Dominik Anton Pflügl von Goldenstein zu Wolfseck oo Anna Maria Holzscheitin. (1) Anton erwählt den geistlichen Stand und die Herrschaft Wolfseck geht an den jüngsten Sohn des Vicedom Geog von Pflügl, Johann Babtist, über. 1685 Johann Babtist Pflügl von Goldenstein zu Wolfseck bekommt von Kaiser Leopold I. d. d. 28. 4. 1685 eine Bestätigung seines rittermäßigen Adelsstandes, das Wappen III und die Prädikate „zu Wolfsegg von Neuenkhieming und Goldenstein“ verliehen. 1688 Johann Babtist Pflügl zu Wolfsegg von Neuenkhieming und Goldenstein ist ob der Enns’scher Ritterstands Verordneter. oo Maria Franziska Pinellin. 1694 Johann Babtist Pflügl zu Wolfsegg von Neuenkhieming und Goldenstein stirbt. Mit ihm erlischt diese Linie im Mannesstamm, und er hinterlässt zwei Töchter. Durch seine Tochter Eleonora Isabella Anna kommt Wolfsegg an ihren Gemahl, Matthias Ferdinand Castner von Sigmundslust. 1713 die Pflüegl von Goltenstain erhalten einen Adelsbrief über den Reichsadel. |
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1788 Josef von Pflügl (* 15. Oktober 1788 in Linz, † 27. August 1861 in Linz) , Studium an der Ingenieur-Akademie, militärische Laufbahn, Teilnahme an den Feldzügen 1809, 1813 und 1815, General, entwirft Pläne für viele militärische Bauten in Österreich, Oberitalien und Deutschland, 1845 erhält er den Leopold-Orden. 1818 Albert Karl Dismas Edler von Pflügl (* 24. Jänner 1818 Linz, † 5. März 1886 Peuerbach). Studium der Theologie in Linz, 1841 Priesterweihe, Benefizial-Kooperator, Pfarrprovisor in Lauffen, Kooperator in Eferding, 1844 Kooperator an der Stadtpfarrkirche Linz, 1850-1883 Pfarrer in St. Georgen im Attergau, 1851 Dechant und Schuldistriktsaufseher des Dekanates Frankenmarkt, 1883-1886 Pfarrer und Dechant in Peuerbach. Katholisch-konservativer Politiker und Publizist Begründer der Zeitschrift „Kapitelbote“ und des „Volksblattes für Religion und Gesetz“, 1849-1850 Redakteur der „Katholischen Blätter“. 1864-1883 Landtagsabgeordneter, 1871 Mitglied des Landesausschusses, 1873-1885 Reichsratsabgeordneter. 1858 Verleihung des Goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Ehrenbürger von Atzbach, Weyregg, St. Georgen im Attergau, Eggenberg und Strass 1863 Alfred von Pflügl (* 30. Mai 1863 in Linz, † 30. Oktober 1929 in Wien), Maler. Studium an der Wiener Kunstakademie, er vollendet seine Ausbildung in München, Paris und Italien, letzte Tätigkeit in Serbien. 1892 Richard Edler von Pflügl, Oberstlieutenant - Oberst. Kommandant des oberösterreichisch-salzburisches Dragoner-Regiment (1888) Kaiser Ferdinand.
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