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| Monografie | Über Wirtschaft und Technik im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit | |||
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Adel Blasonierung Ehe Kriege Landschaften Salzkultur Salzgewinnung Salz als Heilmittel Verkehrstechnik Wirtschaft |
Die Monografie über Wirtschaft und Technik beschreibt Geldwirtschaft, Handel und einige Technologien die meine Vorfahren ab dem Spätmittelalter entwickelt oder benutzt haben. In dieser Monografie sind die Besonderheiten der Wirtschaft und Technik im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit beschrieben. Es geht bei der Technik vor allem um das Salzwesen, den Bergbau und das Transportwesen. |
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| Geldwirtschaft |
| Münzen in Süddeutschland um 1600 |
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| Währungs-einheiten |
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| Papiergeld |
1705 der Wiener Stadt-Banco wird gegründet, der als erster Emittent von Papiergeld auftritt. 1759 Graf Ludwig von Zinzendorf, ein Vertreter fortschrittlicher Finanzpolitik, schlägt Maria Theresia vor, zeitgemäße Maßnahmen zur staatlichen Kreditbeschaffung anzuwenden. 1762 Österreich befindet sich in den letzten Phasen des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen und ist finanziell und wirtschaftlich beinahe am Ende. 12 Millionen Gulden in Zettel im Werte zwischen 5 Gulden und 100 Gulden werden als erstes Papiergeld der Geschichte ausgegeben. Schon vor dem ersten Erscheinen des Papiergelds macht man sich Sorgen um Sicherheitsmerkmale. Schließlich führt man die Scheine in zweifarbigem Buchdruck aus, sie werden handschriftlich nummeriert und mit einer Unterschrift von Hand versehen. Ferner erhalten sie eine Trockenstampiglie und zwei in Blindprägung hergestellte Wappen. Der Missbrauch des hiezu benötigten Werkzeugs wird unter schwere Strafe gestellt, ab 1803 kann sogar die Todesstrafe für dieses Vergehen verhängt werden.
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| Gewerken |
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Gewerken sind Privatunternehmer, die industrielle Großprojekte finanzieren und leiten, oft unter Aufsicht oder im Auftrag der Krone. Die ersten Gewerken stammten aus den Familien der Patrizier, Großbauern und Fernhändler, die dem gerade aufkommenden Stand des Bürgertums angehören, vereinzelt sind auch Adelige als Gewerken nachgewiesen. Die hohe Stellung der Gewerken dokumentiert sich an den Kontakten mit allerhöchsten Kreisen. Gewerken und Bergleute hatten schon im 15. Jahrhundert viele Privilegien und Sonderrechte. Aus dem 16. Jahrhundert sind Belehnungen (wie Jagden) der Gewerken durch den Landesfürsten belegt. Trotz der vielen Auszeichnungen des Kaisers für die Gewerken, können Angehörige traditioneller Gewerkengeschlechter nur selten nobilitiert werden, da sie oft den überwiegenden Teil ihres Gewinns aus Handelsgeschäften beziehen und Handel schließt, trotz Reichtum, fast immer vom Adel aus. Diese Einstellung unterscheidet die Gewerken von anderen Patriziern, welche zur Nobilitierung streben. Auch findet durch die Gewerken keine Imitation des urbanen oder adeligen Lebensstils statt. Die kulturelle Basis ist die gefestigte ländliche Tradition. Trotzdem sind bestimmte "adelige" Werte stark ausgeprägt: Ahnenhochhaltung, Religiosität, Tradition, Einheirat in Patrizier- oder Adelsfamilien. Das "hochgeschätzte Zeichen" war eine Art Wappenersatz und Abgrenzung gegenüber dem Adel. Der Aufschwung des Bergbaus hat dazu geführt, dass die Gewerken große Geldmittel für weitere Investitionen anhäufen können. Der Reichtum der Gewerkenfamilien führte natürlich dazu, dass sich die immer um finanzielle Mittel ringende Krone, von ihnen Ämter und Titel um enorme Beträge abkaufen lässt. Durch den Wohlstand der Gewerken profitieren auch andere Bürgerschichten und Handwerker. Darunter zählen die Schneider, Hutmacher, Schuster, Tischler und Kunsthandwerker, also diejenigen, die den Gewerken durch Kleidung, Schmuck und Möbel seine Bürgerlichkeit nach außen tragen lassen. 1718 regelt eine Bestimmung die Ernennung des Obersteigers durch die Gewerken (leitender Bergmann) "obersteiger. bey sich ereignender vakanz soll der schichtmeister nomine der gewerken drey subjekte vorschlagen, und wenn sie insgesammt untuechtig, sollen denen gewerken so viel andere angezeiget, dafern aber aus diesen binnen zweymal 14 tagen keiner erkieset wird, von dem bergamte ohne weiteres ex officio einer bestellet werden." Fundstelle: Schwarz, LausWB. III 352 1718
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| Handel |
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Handelsgeschäfte schließen seit jeher die Erlangung des Adels aus, das war bereits im Pharaonenreich so geregelt. Gewerken haben, wenn ihr Geschäft mit Handel verbunden ist, deshalb auch keine Möglichkeit in den Adel aufzusteigen. Selbstverständlich existieren jede Menge Ausnahmen von dieser Regel, auch bei meinen Verwandten, denen trotzdem der Adel verliehen wird. Auch Familien wie die Fugger oder die von Alt aus Salzburg, die erfolgreich im Venedigerhandel tätig sind, werden dennoch in den Adelsstand erhoben. Dagegen muss Christoph Weiß von Würting erst sein Handelsgeschäft aufgeben, bevor er in den Adelsstand erhoben werden kann.
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| Venedigerhandel |
Die wichtigsten mittelalterlichen Handelsströme sind:
Dadurch kann hier seit dem Mittelalter eine Anzahl von äußerst erfolgreichen Handelsunternehmungen etablieren, aus denen im Laufe der Generationen neue Patrizierfamilien entstehen. Die Salzburger und Welser Handelshäuser machen ihre Vermögen mit dem Handel von Leinen, Eisenzeug und Venediger Waren. Handelsunternehmer besorgen seit dem ausgehenden Mittelalter den Fernhandel von Rohstoffen und Fertigwaren im In- und Ausland. Zielgebiete des Handels sind Ungarn, Deutschland, England, Böhmen und von da aus Polen und Russland. Vor allem aber ist Venedig ein wichtiger Handelspartner, mit dem breiter Handel mit Eisen, Rohleinwand, Garn, Wachs, Unschlitt, Fellen, Leder und Quecksilber besteht. Dieser Venedigerhandel ist äußerst ertragreich und hat den Zwang zur Rückfracht von "Venedigerwaren", da in der Lagunenstadt jegliche Ausfuhr von Gold und Geld verboten ist. Das Wirtschaftsleben der der Städte Salzburg, Wels und vielen anderen ist wesentlich von den überregionalen Wirtschaftsströmen bestimmt. Und hier kommt die Lage am Schnittpunkt der wichtigen süd-nördlichen und ost-westlichen Handelsrouten in besonderem Maße zu tragen. Die großen Handelsströme bewegen sich durch die Stadt Salzburg als wichtiger Umschlagplatz.
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